Stress – ein Gesundheitsrisiko

Stress, dieses Wort wird heute oft leichtfertig in den Mund genommen. Wer schon etwas unter Zeitdruck steht, ist gleich im Stress. Tatsächlich ist Stress etwas anderes. Im anthropogenen Sinne versteht man unter Stress eine längerfristige Beanspruchung oder Belastung des Menschen, die sich auf den Geist und den Körper auswirken kann. Stressfaktoren können biotischer und abiotischer Natur sein. Überbelastung, psychische Überbeanspruchung und Schlafmangel sind den biotischen Stressfaktoren zuzuordnen, während äußere Einflüsse, wie Lärm, Licht, Feinstaub und Chemikalien zu den abiotischen Einflüssen gehören. Stress an sich ist noch nicht schlimm, doch chronischer, anhaltender Stress kann gravierende gesundheitliche Folgen haben.

Stress begünstigt viele Erkrankungen

Der Stresszustand ist ein Ausnahmezustand des Körpers. Stresshormone, wie Cortisol oder Adrenalin werden dann vermehrt in die Blutbahn geschickt. Wir sind reaktiver und aktiver, was in manchen Situationen auch gut ist. Doch Stress verhindert Ruhe. Schlaflosigkeit, innere Unruhe und Nervosität sind direkte Folgen des Stresses. Langfristig können durch die hohe Cortisol Ausschüttung auch Blutbahnen geschädigt werden. Übergewicht, Anspannung, Rückenschmerzen und Verminderung der Sehkraft sind weitere Folgen von chronischem Stress. Besonders Stress in der Schwangerschaft ist gefährlich, denn auf das Ungeborene wirkt Cortisol und Adrenalin besonders schädlich. Die Entwicklung kann gestört werden. Im späteren Leben sind diese Kinder oft selbst von Unruhe und Ängstlichkeit geprägt.

Was tun bei Stress?

Stress bekämpfen, das geht nur, indem man die Ursachen angeht. Tees, beruhigende Musik oder Beruhigungsmittel helfen nur kurzfristig, beseitigen aber nicht den Quell des Stresses. Es ist also ratsam dem Grund nachzugehen und dagegen etwas zu machen. Oft ist der Stress hausgemacht und könnte leicht vermieden werden. Die Devise lautet dann meist: einen Gang zurückschalten. Sich weniger vorzunehmen, weniger Termine zu machen und mehr auf sich selbst zu achten. Jedem Betroffenen hilft dabei etwas anderes. Dem einen helfen Spaziergänge, dem anderen Ausdauersport. Bei innerer Unruhe sind allerdings entspannende Tätigkeiten, wie Meditation, Malen und kreative Dinge besonders sinnvoll.